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Sieben Tipps für bessere Bilder

10.03.2009 · 2 Kommentare

Hier ein paar Ideen, wie man bessere Bilder produzieren kann – mit relativ einfachen Mitteln, aber möglicherweise grossem Effekt:

1. Spielen

Gebt euch jede Woche eine Stunde Zeit, mit der Kamera herumzuspielen und ohne das Ziel ein gutes Foto zu produzieren, einfach ein paar Mal abzudrücken. Probiert eine Funktion aus, mit der ihr nicht regelmässig arbeitet, verstellt den Weissausgleich, fotografiert eine Stunde lange ohne Autofokus.

Wie gesagt, Ziel ist es nicht, ein gutes Foto als Ergebnis zu produzieren. Ziel ist es, andere Dinge auszuprobieren und damit unserem kreativen Geist neue Nahrung zu geben. Am einfachsten lernen wir nun mal durch Spiele, leider vergessen wir das manchmal, seit wir erwachsen geworden sind.

2. Andere Winkel

Etwas konkreter als eine reine Spielerei: Beim eurem nächsten Shooting macht doch zunächst einmal die Bilder, die ihr sowieso machen wolltet. Am Ende des Shootings nehmt euch zehn Minuten extra Zeit. Probiert andere Winkel für dasselbe Objekt. Geht nahe heran, geht weit weg, legt auch auf den Boden oder stellt euch auf eine Leiter. Macht ein Bild von der Seite statt frontal, geht um das Objekt (oder Model) herum und nehmt dadurch einen anderen Hintergrund mit auf.

3. Andere Brennweite

Typische Porträts werden mit Brennweiten um 80mm oder mehr geschossen. Wie wäre es dann mal, wenn man statt dessen das Weitwinkel-Ende des Objektivs verwendet? Oder schiesst ihr normalerweise Landschaften im Weitwinkel? Dann zoomt doch mal an einen Teil der Landschaft heran.

4. Gebt einem Kind eine Kamera

Habt ihr ausser eurer wertvollen Kamera noch ein zweites Modell? Eine Kompaktkamera genügt, ist vielleicht sogar besser. Gebt die Kamera doch mal einem Kind in die Hand. Eurem eigenen oder dem einer befreundeten Familie. Stellt die Kamera auf Automatik und erklärt dem Kind kurz, wie es den Zoom bedienen und die Bilder hinterher anschauen kann. Beobachtet das Kind beim Fotografieren, wenn ihr in der Nähe sein oder lasst es einfach frei die Bilder aufnehmen und schaut sie euch hinterher gemeinsam an.

Kinder haben eine komplett andere Perspektive zum Leben und manchmal hilft es uns, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Ach so… vergesst nicht, dem Kind die besten Bilder auszudrucken oder drucken zu lassen. Kostet ja nicht wirklich so viel Geld und vielleicht habt ihr damit das nächste Talent der nachfolgenden Generation gefördert. ;-)

5. Schaut das Licht an

Als Fotografen betrachten wir die Welt oft genug nur durch das Objektiv und den Sucher. Nehmt doch vor eurem nächsten Foto zuerst die Kamera vom Auge und schaut euch genau an, von wo das Licht kommt. In welche Richtung werden die Schatten geworfen? Wie hart oder weich sind sie? Was ändert sich, wenn wir ein, zwei Schritte zur Seite gehen und damit den Winkeln ändern?

In einem zweiten Schritt kann man darüber nachdenken, wie man das Licht und seine Umgebung nutzen kann, um ein gleichmässigeres Bild zu bekommen. Wie ändert sich das Licht, wenn unser Model zwei Meter neben einer Wand steht? Oder im Schatten eines Baumes. Oder wie verändert sich das Licht, wenn ich dieselbe Häuserzeile drei Stunden später nochmals aufnehme?

6. Was sind die drei wichtigsten Schlagwörter für das Bild?

Überlegt euch doch schon vor dem Abdrücken, welche Begriffe ihr wählen würdet, wenn ihr nur drei Schlagwörter zur Verfügung hättet – abgesehen von technischen Wörtern wie „Porträt“. Damit habt ihr einerseits schon einmal die wesentliche Aussage des Bildes gefunden, die ihr erzielen möchtet. Jetzt schaut euch das Ergebnis an und denkt darüber nach, ob euch spontan noch fünf andere Schlagwörter einfallen. Falls das der Fall ist, denkt noch einmal über das Bild nach und wie ihr diese zusätzlichen Botschaften aus dem Bild entfernen könntet. Versucht das Bild so dicht wie möglich an die drei angestrebten Schlagwörter heranzuführen.

Fragt auch euer Model, eure Freunde oder Familie, welche drei Stichwörter ihnen als erstes zu dem Bild einfallen. Stimmen sie weitgehend mit eurer Wahl überein? Dann habt ihr offensichtlich eine gute Aussage mit dem Bild gemacht. Jetzt dürfte es auch nicht mehr schwer fallen, dass Kunden dasselbe Bild mit denselben Stichwörtern finden.

7. Vergesst Stock

Jeder Fotograf, der mit Begeisterung die Verkäufe bei seinen Agenturen notiert, wird bei seinen Shootings grundsätzlich eine kleine Stimme im Kopf haben, die ihm zuruft „verkauft sich das?“ Das ist nicht grundsätzlich falsch, aber es limitiert uns. Daher ist es gut, wenn wir zwischendurch bewusst Bilder machen, die keine grosse Chance in einem Stock Archiv hätten. Einfach zum Spass, schliesslich haben wir alle deshalb angefangen zu fotografieren, oder?

Kategorien: Tipps für iStock Anbieter

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